49. Bayerische Anästhesietage
18. - 19. Oktober 2019 • Kongresshaus Garmisch-Partenkirchen

Grußwort

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen des BDA und der DGAI dürfen wir Sie sehr herzlich am 18. und 19. Oktober zu den 49. Bayerischen Anästhesietagen ins Kongresshaus nach Garmisch-Partenkirchen einladen.

In einer Zeit zunehmender medizinischer und ökonomischer Reglementierungen einerseits und einem eklatanten Pflegekräfte- und Ärztemangel andererseits wird es für uns Anästhesisten immer schwieriger, unseren Versorgungsauftrag in seiner ganzen Breite zu erfüllen. Dieser Herausforderung möchten wir uns mit dem Programm der Bayerischen Anästhesietage stellen und Ihnen in mehrfacher Hinsicht Hilfestellung und Anregungen für den klinischen Alltag bieten:

1. Neue Erkenntnisse und Handlungskompetenzen gewinnen

In zahlreichen Vorträgen, Fallvorstellungen, Workshops und Satellitensymposien haben Sie umfassend Gelegenheit, Erfahrungen und Wissen auszutauschen, um Ihre Kernkompetenzen für eine medizinische und pflegerische Versorgung auf hohem Niveau in jedem Teilgebiet unseres Fachgebietes zu stärken.

Schwerpunktthema ist in diesem Jahr die Sicherheit in der Anästhesie und Intensivmedizin. Dabei möchten wir in einem umfassenden Ansatz nicht nur klären, warum und wie häufig Fehler und Schäden in unserem Fachgebiet tatsächlich auftreten, sondern wie wir sie vermeiden und betroffenen Kolleginnen und Kollegen nach schwerwiegenden Ereignissen zur Seite stehen können.

Zu mehr Sicherheit im klinischen Alltag tragen neben Vorträgen zu aktuellen AINS-Topthemen bewährte Formate, wie die interaktive Diskussion von Fällen, die Sitzung ambulante Operationen, das Curriculum Kardioanästhesie sowie Workshops zum Einsatz des Ultraschalls in der Anästhesie und Intensivmedizin, zum Management des schwierigen Atemwegs und zur Erstversorgung von Neugeborenen bei.

Zu mehr Sicherheit sollen auch neue Formate führen. In der Sitzung „Schlaglichter aus Anästhesie und Intensivmedizin“ werden renommierte Experten kurz und prägnant klare Handlungsempfehlungen zu kontroversen klinischen Fragestellungen geben. Im Mittelpunkt des interprofessionellen Updates steht auf dem BAT 2019 das Nervensystem. Gemeinsam möchten wir umfassend die Versorgung des Patienten mit kognitiver Dysfunktion, mit Schlaganfall und mit peripherer Nervenschädigung darstellen und insbesondere die Bedeutung der Pflege hierbei hervorheben. Interprofessionell ausgerichtet sind auch zwei neue Workshops zum Thema „Deeskalation in der Notaufnahme“ und „Kommunikation und Hypnose“, die uns helfen, den Umgang mit schwierigen Patienten und Angehörigen zu meistern.

Nicht zuletzt können Sie sich beim Besuch der Industrieausstellung und im Gespräch mit den Partnern der Industrie darüber informieren, inwieweit neue medizintechnische und pharmakologische Entwicklungen die Versorgungssicherheit optimieren können.

2. Lösungsansätze für aktuelle organisatorische und berufspolitische Herausforderungen finden

Im Rahmen des Stammtisches und der Mitgliederversammlung haben Sie wieder umfassend Gelegenheit, sich zu Themen wie die Umsetzung der Personaluntergrenzen, die neue Musterweiterbildungsordnung, Einführung der Laienreanimation in den Schulunterricht und weitere aktuelle berufspolitische Themen zu informieren und Ihre Fragen mit kompetenten Ansprechpartnern zu diskutieren.

Eine kritische Bestandsaufnahme der derzeitigen Herausforderungen und einen Ausblick auf künftige Entwicklungen, von denen wir Anästhesisten in Klinik und Praxis stehen, wird Herr Prof. Zwißler, der künftige Generalsekretär der DGAI, in seinem Festvortrag vornehmen.

3. Gelegenheit zum kollegialen Informationsaustausch und Erkenntnisgewinn

Ein großer Vorteil einer Regionaltagung wie den Bayerischen Anästhesietagen ist zweifellos die Gelegenheit, viele befreundete Kolleginnen und Kollegen zu treffen und sich gemeinsam mit ihnen über aktuelle Probleme auszutauschen. Gelegenheit dazu haben Sie in den verschiedenen Sitzungspausen und vor allem beim Get-Together mit einer musikalischen Überraschung aus dem Werdenfelser Land. Gerade bei diesen informellen Gesprächen gibt es viele Tipps, wie wir unter den derzeitigen Rahmenbedingungen den besten Modus vivendi finden.

Um einen Kongress wie die Bayerischen Anästhesietage mit dem Anspruch Ihnen Hilfestellung für die tägliche Praxis zu bieten zu organisieren, sind viele kreative Köpfe und helfende Hände notwendig: Deshalb bedanken wir uns sehr herzlich für die hervorragende Arbeit des wissenschaftlichen Komitees, insbesondere bei Herrn Komar für die jahrelange Organisation einer ambitionierten Sitzung „Ambulantes Operieren“ und bei Herrn Dr. Leidinger für die unermüdliche Unterstützung und Umsetzung der öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten vor Ort. Ein besonderer Dank gilt den immer freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiterinnen von MCN, der Industrie für die unentbehrliche Unterstützung sowie allen Referenten, Tutoren und Vorsitzenden für ihren aktiven Einsatz.

Wir würden uns sehr freuen, Sie möglichst zahlreich am 18. und 19. Oktober im herbstlichen Werdenfelser Land zu spannenden Anästhesietagen vor der imposanten Kulisse der Zugspitze begrüßen zu dürfen.

PD Dr. med. Michael Dinkel, MBA
Landesvorsitzender des BDA
Prof. Dr. med. Bernhard M. Graf, MSc
Landesvorsitzender der DGAI