31. Norddeutsche Anästhesie-Tage
14. - 15. Dezember 2018 • Hotel Grand Elysée Hamburg

Workshops Freitag, 14. Dezember 2018

Saal Hamburg/Europa
WS 1 Ultraschallgesteuerte Regionalanästhesie: Tipps und Tricks* Sitzungs-ID: 37
  09.30 – 13.30 Uhr Evaluierung
  Moderation:
M. Jüttner, Hannover
 
  Mitarbeiter:
R. Goldmann, Hannover
S. Greve, Hannover
M. Groß, Hannover
A. Klemann, Hannover
 
  Zielsetzung:
Vermittlung von Tipps und Tricks zur Optimierung in der ultraschallgeführten und ultraschallassistierten Regionalanästhesie
 
  Zielgruppe:
Ärzte mit geringer oder fortgeschrittener Erfahrung in der ultraschallbasierten Regionalanästhesie sowie interessiertes Pflegepersonal
 
  Inhalte:
Grundlagen der ultraschallbasierten Regionalanästhesie
Sonoanatomie der unteren und oberen Extremität
Praktische Übungen an Probanden
Nadelführung am Phantom
 
  Lernziele:
Selbständiges Auffinden der sonoanatomischen Strukturen und Durchführung der entsprechenden Blockaden Optimierter Aufbau des Arbeitplatzes, verbesserte Nadelführung und Lagerung
 
     
Saal Amerika Haus/Shanghai
WS 2A Kardiopulmonale Reanimation: Grundkurs* Sitzungs-ID: 38
  09.30 – 11.30 Uhr Evaluierung
  Moderation:
F. Reifferscheid, Kiel
 
  Mitarbeiter:
A. Boje-Kumpf, Kiel
M. Christ, Kiel
 
  Zielsetzung:
Vermittlung von theoretischen Grundlagen der Basisreanimation (25% Zeitanteil)
praktische Kleingruppenübungen (75% Zeitanteil)
 
  Zielgruppe:
Pflegekräfte und Ärzte
 
  Inhalte:
Basismaßnahmen der Reanimation
AED-Einsatz
Einfache Atemwegshilfsmittel
ILCOR Reanimationsguidelines 2015
 
  Lernziele:
Beherrschung der Grundlagen der Basisreanimation (Herz-Druck-Massage und Beatmung)
Nutzung eines AED
Kenntnis der ILCOR Reanimationsguidelines 2015 - BLS
 
     
Saal Amerika Haus/Shanghai
WS 2B Kardiopulmonale Reanimation: Aufbaukurs* Sitzungs-ID: 39
  12.30 – 14.30 Uhr Evaluierung
  Moderation:
F. Reifferscheid, Kiel
 
  Mitarbeiter:
A. Boje-Kumpf, Kiel
M. Christ, Kiel
H. Maurer, Lübeck
 
  Zielsetzung:
Vermittlung von theoretischen Grundlagen der erweiterten Reanimationsmaßnahmen (25% Zeitanteil)
praktische Kleingruppenübungen (75% Zeitanteil)
 
  Zielgruppe:
Pflegekräfte und Ärzte, nach Absolvieren des Grundkurses (Voraussetzung)
 
  Inhalte:
Erweiterte Maßnahmen der Reanimation
Simulation
Defibrillation
EKG Interpretation
Medikamentengabe
 
  Lernziele:
Beherrschung der erweiterten Reanimationsmaßnahmen
Kenntnis der ILCOR Reanimationsguidelines 2015 ALS
 
Voraussetzung für die Teilnahme am Aufbaukurs ist der Besuch des Grundkurses (WS 2A).
     
UKE°
WS 3A AtemwegSsicherung: Videolaryngoskopie, koniotomie, bronchoskopie, supraglottischer atemweg und ultraschall – tipps und tricks für die klinische routine und den schwierigen atemweg (Theorie)* Sitzungs-ID: 40
  09.30 – 11.00 Uhr Evaluierung
  Moderation:
K. Raymondos, Hannover
D. Stein, Göttingen
 
  Mitarbeiter:
B. Büttner, Göttingen
E. Cavus, Kiel
T. Dieck, Hannover
M. Faulstich, Göttingen
A. Gerdes, Hannover
B. Sander, Hannover
J. Schiessler, Hannover
L. Schulte-Uentrop, Hamburg
 
  Zielsetzung:
Präsentation klinischer Anwendungstechniken als Einführung für die nachfolgenden praktischen Übungen
 
  Zielgruppe:
Anästhesisten, Intensivmediziner, Notfallmediziner, Pflegekräfte und Rettungsdienstpersonal jeder Ausbildungsstufe
 
  Inhalte:
Erkennen des erwartet schwierigen Atemweges und Indikationen für die Atemwegssicherung unter Spontanatmung.

Eigenschaften, Einsatzgebiete und Besonderheiten der drei Videolaryngoskopieklassen 1. mit macintoshähnlichem Spatel, 2. mit stärker gekrümmtem Spatel und 3. mit stärker gekrümmtem Spatel und Führungsschacht; Techniken zur Lösung typischer Anwendungsprobleme bei zunehmendem Schwierigkeitsgrad des Atemweges und verschiedenen Notfallsituationen.

Indikationen und Vorgehensweisen bei der Notfallkoniotomie mit Skalpell und über Punktion; Besonderheiten der translaryngealen Ventilation.

Indikationen und Kontraindikationen des supraglottischen Atemweges, Platzierungstechniken von Larynxmaske und Larynxtubus; Tests zur sicheren Lagekontrolle von Larynxmasken der zweiten Generation mit ösophagealem Drainagekanal.

Theoretische Grundlagen und praktische Tipps zur Durchführung der sonographischen Untersuchung der Atemwege.
 
  Lernziele:
Die Teilnehmer…

• wissen, wie eine atemwegsbezogene Untersuchung erfolgt und kennen die wichtigsten Prädiktoren für den schwierigen Atemweg.

• kennen den Unterschied zwischen erwartet und unerwartet schwierigem Atemweg und die unterschiedlichen Vorgehensweisen entsprechend der aktuellen DGAI Leitlinien.

• kennen die drei Videolaryngoskopieklassen und entsprechende Strategien bei zunehmend schwierigem Atemweg und wissen, wie sich auch bei videolaryngoskopisch guter Glottissicht typische Intubationsprobleme vermeiden lassen.

• können die Vor- und Nachteile der chirurgischen Koniotomie im Vergleich zur Punktionskoniotomie benennen, kennen die erforderlichen Techniken und wissen, wie über kleine Lumina ventiliert werden kann.

• kennen die Vorteile eines supraglottischen Atemweges mit ösophagealem Drainagekanal, die entsprechenden Tests zur sicheren Lagekontrolle und wie sich typische Platzierungprobleme vermeiden lassen.

• wissen, wie eine sonographische Untersuchung der Atemwege durchgeführt wird, welche anatomischen Strukturen zu erkennen sind und wie hierdurch die Atemwegssicherung unterstützt werden kann.
 
     
UKE°
WS 3B AtemwegSsicherung: Videolaryngoskopie, koniotomie, bronchoskopie, supraglottischer atemweg und ultraschall – tipps und tricks für die klinische routine und den schwierigen atemweg (Praxis)* Sitzungs-ID: 41
  11.30 – 13.30 Uhr Evaluierung
  Moderation:
K. Raymondos, Hannover
D. Stein, Göttingen
 
  Mitarbeiter:
B. Büttner, Göttingen
E. Cavus, Kiel
T. Dieck, Hannover
M. Faulstich, Göttingen
A. Gerdes, Hannover
B. Sander, Hannover
J. Schiessler, Hannover
L. Schulte-Uentrop, Hamburg
 
  Zielsetzung:
Erlernen und üben von Fertigkeiten für die klinische Anwendungspraxis mit Hilfe von Probanden, speziell präparierten Atemwegstrainern, porkinen Trachealpräparaten und simulierten Notfallsituationen.
 
  Zielgruppe:
Anästhesisten, Intensivmediziner, Notfallmediziner, Pflegekräfte und Rettungsdienstpersonal jeder Ausbildungsstufe.
 
  Inhalte:
Durchführen einer strukturierten, atemwegsbezogenen Untersuchung am Probanden und Einschätzung des Risikos für einen erwartet schwierigen Atemweg.

Üben videolaryngoskopischer Techniken in speziellen Notfallsituationen mit Blutungen im Bereich der Atemwege und bei Regurgitation.

Erlernen und üben von Laryngoskopie- und Intubationstechniken mit Videolaryngoskopiesystemen aller drei Klassen bei speziell präparierten Atemwegstrainern mit schwierigen bis zu sehr schwierigen Atemwegen.

Bronchoskopische Atemwegssicherung bei erwartet sehr schwierigem Atemweg

Üben der Notfallkoniotomie mit Skalpell und über Punktion am Atemwegsphantom und bei porkinen Trachealpräparaten; praktische Übungen zur translaryngealen Beatmung über kleine Lumina.

Übungen zum Platzieren und zur Lagekontrolle unterschiedlicher supraglottischer Atemwege am Atemwegstrainer und zur Intubation über platziertem supraglottischem Atemweg.

Durchführung einer sonographischen Untersuchung der Atemwege am Probanden
 
  Lernziele:
Die Teilnehmer…

• kennen Prädiktoren und Erkrankungen, die mit einem schwierigen Atemweg vergesellschaftet sind, können eine strukturierte atemwegsbezogene Untersuchung korrekt durchführen und einen erwartet schwierigen Atemweg erkennen.

• beherrschen auch bei guter Glottissicht auftretende, typische Intubationsprobleme der Videolaryngoskopie und können mit Videolaryngoskopen aller drei Klassen intubieren.

• kennen die Vorteile aber auch die Grenzen der unterschiedlichen Videolaryngoskopiesysteme in Notfallsituationen mit Regurgitationen und Blutungen im Bereich der Atemwege.

• können videolaryngoskopisch einen schwierigen Atemweg sichern, der mit Hilfe eines Standard Macintosh-Laryngoskops nicht oder nur sehr schwer zu intubieren ist, kennen aber auch die Grenzen der Videolaryngoskopie bei sehr schwierigem Atemweg.

• können bei erwartet sehr schwierigem Atemweg, der mit Hilfe eines Videolaryngoskopes nicht zu intubieren ist, mit einem Bronchoskop den Tubus tracheal platzieren.

• kennen sowohl den Stellenwert als auch das Vorgehen mit einem Bronchoskop beim erwartet schwierigen Atemweg und können Indikationen für eine Intubation unter Spontanatmung benennen.

• kennen die Vor- und Nachteile der chirurgischen Koniotomie im Vergleich zur Punktionskoniotomie, beherrschen die erforderlichen Techniken und können über kleine Lumina ventilieren.

• können unterschiedliche supraglottische Atemwege erfolgreich am Atemwegstrainer platzieren, können Tests zur sicheren Lagekontrolle durchführen und erkennen typische Probleme nach der Platzierung.

• beherrschen das zweizeitige Vorgehen bei Verwendung der Intubationslarynxmaske und können am Atemwegstrainer auch durch eine platzierte Larynxmaske den Tubus mit Hilfe eines Bronchoskopes korrekt tracheal positionieren.

• wissen, welche anatomischen Strukturen der Atemwege bei der sonographischen Untersuchung dargestellt werden können und wie dadurch die Atemwegssicherung unterstützt werden kann.
 
  Folgenden Firmen danken wir für die Bereitstellung der Videolaryngoskope, Bronchoskope und anderer Materialen: Ambu, COOK, INTERSURGICAL, ITS-NOVO, KARL STORZ, Medtronic, Pentax, Supporting Health Care, Teleflex, The Surgical Company, VBM, Venner Medical, Ventinova, Verathon.  
Voraussetzung für die Teilnahme am praktischen Teil ist der Besuch der Theorie (WS 3A).
     
Saal Hamburg
WS 4 EKG* Sitzungs-ID: 42
  14.00 – 16.00 Uhr Evaluierung
  Moderation:
C. Zöllner, Hamburg
 
  Mitarbeiter:
C. Heide, Hamburg
R. Winter, Bremerhaven
 
  Zielsetzung:
Praxisorientierte Diagnostik und Interpretation der Elektrokardiografie (EKG)
 
  Zielgruppe:
Alle an der Vertiefung und Erweiterung der diagnostischen Möglichkeiten des EKG interessierte Kollegen.
 
  Inhalte:
Im theoretischen Teil werden die verschiedenen EKG-Erscheinungsformen auf der Grundlage physiologischer und pathophysiologischer Mechanismen kurz zusammengefasst und erläutert. In der überwiegend praktischen Befundung von pathologischen EKG-Bildern wird eine Vielzahl klinisch relevanter Krankheitsbilder demonstriert und erläutert. Der praktische Teil bietet die Möglichkeit zum intensiven Austausch mit den Kursteilnehmern/Dozenten. Der Kurs bietet mehr Sicherheit in der eigenständigen EKG-Befundung und der Entwicklung eines diagnostischen Algorithmus zur sicheren EKG-Diagnostik. In einem EKG-Quiz werden pathophysiologische EKG-Veränderungen von den Kursteilnehmern befundet.
 
  Lernziele:
Der Kurs vermittelt kurz und verständlich die strukturierte Befundung und Interpretation von EKGs. In kurzen, übersichtlichen Lektionen werden alle nötigen Grundlagen zur Methode demonstriert. An Original-EKGs werden professionelle EKG-Auswertungen demonstriert. Das EKG-Quiz mit Multiple-Choice-Fragen hilft das Wissen effektiv zu überprüfen.
 
     
UKE°
WS 5 Zwischenfalltraining am Simulator* Sitzungs-ID: 43
  14.30 – 17.00 Uhr Evaluierung
  Moderation:
M. Issleib, Hamburg
 
  Mitarbeiter:
K. Bremer, Hamburg
C. Doehn, Hamburg
J. Kosan, Hamburg
B. Reinecke, Hamburg
 
  Zielsetzung:
Training von Notfallsituationen in der Anästhesiologie
Sicheres Handeln in kritischen Situationen
 
  Zielgruppe:
Ärzte und Pflegekräfte
 
  Inhalte:
Crew Ressource Management (CRM):
Teamwork, Teamführung, Kommunikation und Entscheidungsfindung
Medizinische Handlungsalgorithmen in anästhesiologischen Notfällen
 
  Lernziele:
Am Ende des Workshops:
haben die Teilnehmer ein Grundverständnis von Teamwork und CRM
kennen die Teilnehmer die aktuell empfohlene Therapie von ausgewählten Zwischenfällen und Notfällen in der Anästhesiologie
 
     
Saal Amerika Haus
WS 6 Ethische Entscheidungsfindung* Sitzungs-ID: 44
  15.30 – 17.30 Uhr Evaluierung
  Moderation:
M. Mohr, Bremen
R. Rose, Bremen
 
  Zielsetzung:
Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen zur ethischen Entscheidungsfindung

Diskussion des Spannungsfelds: Fürsorgepflicht vs. Patientenautonomie und Selbstbestimmungsrecht des Patienten

Ermittlung des aktuellen Patientenwillens
  • Wieweit muss der Wille des Patienten respektiert werden? Gibt es Grenzen?
  • Ist eine mündliche Vorausverfügung ausreichend?
  • Wie kann der mutmaßliche Patientenwille ermittelt werden?
  • Welchen Einfluss haben Angehörige?
  • Welchen Ermessensspielraum gibt es in einer Notsituation?

Therapiezieländerung:
  • Welches Vorgehen ist bei der Therapiebegrenzung ethisch gerechtfertigt?
  • Aktiv oder passiv – spielt dies eine Rolle?
 
  Zielgruppe:
Offen für alle Interessierten (Ärztinnen, Ärzte und Pflegende) unabhängig vom Weiterbildungsstand
 
  Inhalte:
  • Präsentation ausgewählter Filmbeispiele
  • Analyse und Diskussion der Entscheidungskonflikte
  • Übertragung der „Fernsehlösungen“ in den klinischen Alltag
  • Entwicklung eigener Handlungsoptionen
 
  Lernziele:
  • Beherrschung des Umgangs mit ethischen Entscheidungskonflikten zum Patientenwillen in komplexen medizinischen Behandlungssituationen (Notaufnahme, Intensivstation)
  • Entwicklung ethischer Begründungsstrategien
  • Kompetenz in der Gewichtung konkurrierender ethischer Prinzipien
 
     
Saal Shanghai
WS 7 Beatmung auf der Intensivstation* Sitzungs-ID: 45
  15.30 – 17.30 Uhr Evaluierung
  Moderation:
O. Mörer, Göttingen
P. Neumann, Göttingen
 
  Zielsetzung:
Den Teilnehmern soll der aktuelle Wissensstand zu den Grundsätzen der invasiven, lungenprotektiven Beatmung, wie sie insbesondere beim akuten hypoxämischen Lungenversagen (ARDS) angewendet wird, vermittelt werden, sowie die Möglichkeiten und Grenzen der nicht-invasiven Beatmung.

Im praktischen Teil der Workshops sollen die Teilnehmer verschiedene Beatmungseinstellungen und Modalitäten selber ausprobieren.
 
  Zielgruppe:
Ärzte und Pflegekräfte, die im Bereich der Intensivmedizin arbeiten
 
  Inhalte:
ARDS, VALI, PEEP, Tidalvolumen, Lungenprotektion, NIV, COPD, Weaning
 
  Lernziele:
Die Teilnehmer sollen am Ende des Workshops wissen, welche Grundsätze bei der Beatmungseinstellung im akuten Lungenversagen beachtet werden sollen und in welcher Situation bzw. bei welchen Patienten die nichtinvasive Beatmung eine Behandlungsoption darstellt.
 
     
* Begrenzte Teilnehmerzahl!
Frühzeitige Anmeldung erforderlich.
     
°Veranstaltungsort „Zwischenfalltraining am Simulator“ sowie „Atemwegsicherung:
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Martinistr. 52, 20246 Hamburg
Ein Shuttle-Service wird zur Verfügung gestellt!